AK-Modell ist aus einem Teil des früheren 3K-Modellbau entstanden. Was als ein Hobby begann, ist inzwischen zu einer ernsthaften und sehr arbeits- und zeitintensiven Tätigkeit geworden.

Was sind das für Modelle, die bei AK-Modell entstehen?
Ganz schlicht und einfach Kartonmodelle. Oder vielleicht doch nicht ganz so schlicht und einfach?
Wo liegen die Unterschiede zu den üblichen Modellen dieser Sparte und wo ist vielleicht das ''Etwas - Andere'' zu finden und welche Modellpalette gibt es?
Sicherlich sind das unter anderen die Fragen, die am meisten interessieren und auf die ich versuchen werde, eine Antwort zu geben.
Kartonmodelle oder Ausschneidebögen oder auch Papiermodelle, egal wie man sie nennt, der Ausgangspunkt ist immer der gleiche. Ein auf Papier gedrucktes Etwas wird ausgeschnitten (oder ist es bereits) und wird mit Hilfe eines Klebers zu einem Gebilde zusammen gebaut. So weit so gut. Wo sind die Unterschiede?

Ausschneidebögen haben wir die ''Dinger'' als Kinder genannt. Und das waren sie ja auch. Einfache Modelle auf weingen Bögen gedruckt.
Mit dem Begriff ''Papiermodell'' habe nicht nur ich meine Probleme. Das Wort ''Papier'' schafft bei vielen eine Vorstellung von etwas wackligem, instabilen und einfachem. Sicher treffen diese Punkte auf einige wenige Modelle zu, aber leider zeigt meine Erfahrung, dass man diese Formulierung sehr oft mit einem etwas abwertenden Unterton verwendet und das vollkommen zu unrecht. Ein ''Papiermodell'' kann heute um vieles besser und überzeugender wirken, als ein Plastikmodell.
''Kartonmodell'' trifft es übrigens schon eher. Die meisten Modelle werden heute ohnehin auf einem Material gedruckt, dass eher die Bezeichnung 'Karton' verdient, als das man es als 'Papier' bezeichnet.

Karton ist letztlich auch nur ein Werkstoff wie Plastik oder Metall und jeder hat seine Vor- und Nachteile. Die Frage, die sich jeder selbst beantworten muß ist nur,"... ist das Aussehen, die Qualität und der materielle Einsatz für mich o.k.?".
Ich denke schon, dass es den einen oder anderen Modellbahner gibt, der angesichts der Kosten für dieses Hobby an eine Aufgabe des selben denkt. Vielleicht sollte man sich dann ersteinmal nach entsprechenden Alternativen umsehen.

Genug der Vorrede. Zu unseren Modellen. Bei uns gibt es Kartonmodelle im Maßstab 1:160, gemacht für alle N - Bahner, die sich nicht scheuen, auch einmal etwas anderes auszuprobieren. Der größte Teil unserer Modelle sind Architektur-Modelle. Da ich als Modelleisenbahner an die Auswahl der möglichen Modelle heran gehe, sind es Modelle, die für den Einsatz auf einer Modellbahnanlage geeignet sind. Wenn man jetzt überlegt, welche Modelle das sein könnten, wird man schnell feststellen, daß da genau genommen fast jedes Gebäude in Frage kommt. So wird es bei uns neben Industrieanlagen und bahntechnischen Bauten natürlich auch städtebauliches geben.
Wo liegen nun die Unterschiede zu anderen Kartonmodellen?
Wer sich Abbildungen unserer Bögen betrachtet oder einen Bausatz von uns erworben hat, wird schnell feststellen, das es bei unseren Modellen keine Klebelaschen oder -falze gibt. Der Aufbau unserer Modelle ähnelt eher dem Zusammenbau eines Plastik- oder Lasercut-Bausatzes. Allerdings sind die Teile nicht ausgeschnitten bzw. ausgestanzt. Es sind eben keine Lasercut-Bausätze. Ich betone das deshalb, weil uns immerwieder Mails erreichen, in denen es genau darum geht. Die Lasercut-Technik ist sehr gut und hat noch enormes Entwicklungspotenzial. Es hat allerdings auch zur Zeit noch den Nachteil, dass es relativ kostenintensiv ist. Dadurch sind größere Bausätze, was den Preis betrifft, keine wirklichen Alternativen zu den üblichen Plastikbausätzen.
Wir haben uns deshalb entschlossen, das Ausschneiden dem Modellbauer zu überlassen und somit eine erhebliche Preisersparnis an den Kunden weiterzugeben.
Zum konstruktiven Aufbau unserer Modelle. Die Modelleisenbahner, mich eingeschlossen, sind in der Regel ein sehr anspruchsvolles "Völkchen", wenn es darum geht, Zubehör oder Rollmaterial für die Modellbahnanlage zu wählen. Man betrachtet so eine Modellbahn eben nicht nur aus entsprechender Entfernung, sondern betrachtet diese kleine Welt schon des öfteren aus der Nähe. Und dann sollte das alles schon recht sauber und so echt wie möglich wirken. Deshalb ist das Thema "Kartonmodelle und Modelleisenbahn" kein einfaches.
Wir haben einige Jahre getüfftelt, verworfen und neu probiert, bis wir unseren Weg für die Konstruktion und den Bau von Kartonmodellen für die Modelleisenbahn gefunden hatten. Einige ungewöhnliche Lösungen machten es möglich, Kartonmodelle zu entwickeln, die den Ansprüchen der Modellbahner standhalten, eine wirkliche preisliche Alternative bieten und immernoch Platz für Überraschendes lassen.
So werden beispielsweise bei unseren Modellen sämtliche Teile stumpf zusammen geklebt. Eine Methode, die, wie die folgenden Bilder zeigen, automatisch für sehr genaue Eckverklebungen sorgt. Unsere konstruktiven Lösungen sorgen dafür, dass es keine Möglichkeit zum Verziehen der Modelle gibt. Selbst kleinste Materialstärken werden bei der Konstruktion berücksichtigt und ergeben so beim Zusammenbau die Genauigkeit, die für ein einwandfreies Ergebnis notwendig ist.

Die folgenden Bilder sollen zeigen, dass stumpf verklebte Ecken präziser sein können, als herkömmliche, mit Klebefalz geklebte Ecken (siehe linke Abbildung).
Einen Nachteil haben allerdings auch stumpf verklebte Ecken. Durch den getrockneten (und geschrumpften) Kleber wird der Karton nach innen gezogen und die Ecke wird komplett verzogen (siehe rechte Abbildung).

Durch unsere besondere Ecken-Konstruktion können wir jedoch auch diesen Effekt komplett ausschließen.
So ergeben sich bei unseren Gebäudemodellen Wandstärken von 2mm und mehr und ermöglichen so eine präzise und stabile Eckverklebung. Durch den speziellen Schichtaufbau der Wände, der dem des professionellen Architekturmodellbaus ähnelt, ist das Verzugsproblem bei stumpfer Eckverklebung gelöst und es werden gleichzeitig die sichtbaren weißen Papierkanten auf ca. 0,3mm reduziert. Außerdem wird die zur Verfügung stehende Fläche zur Verklebung auf ein vielfaches erhöht. Wenn man nun noch diese weiße Papierkante entsprechend farblich behandelt, erreicht man eine genaue, saubere und kaum sichtbare Verklebung und damit die beste Voraussetzung für ein perfekt aussehendes Modell. Ein Beispiel. Beim Sägewerk HOLZNER beträgt die Wandstärke der Sägerei 2,5mm. Die Eckverklebung nach "Plastik-Methode" (45° abgeschrägt) ergibt eine Klebefläche von ca. 3,5mm. Durch unseren Schichtaufbau der Wände erreichen wir eine Klebefläche von c. 5,3mm.

Der Zusammenbau unsere Gebäude erfolgt in der Regel von innen nach außen, unserem sogenannten "Grundkörper-Fassaden-Prinzip" (siehe Abbildungen unten).
Nachdem ein sogenannter Grundkörper aus mit Graupappe verstärktem Karton erstellt wurde, werden die Fassadenteile an diesen Grundkörper angebracht. Ein Verfahren, dass für ein einwandfreies Aussehen selbst großer Flächen garantiert. Einen sauberen Zusammenbau voraus gesetzt, lässt bei so manchem Betrachter die Frage aufkommen, ob dieses Modell tatsächlich aus Papier ist.

Die dafür erforderliche Genauigkeit bei der Konstruktion der Modelle wird nur erreicht, weil selbst Materialstärken von 0,1 - 0,6 mm berücksichtigt werden. Damit wird schon bei der Konstruktion eines Modells die Voraussetzung für eine sehr gute Passgenauigkeit der Bausätze geschaffen.

Ein Nebeneffekt dieser etwas aufwendigen Bauweise ist natürlich der Umfang einiger unserer Modellbausätze. Auf Grund der Konstruktionsweise und der Details, beinhalten unsere größeren Bausätze nicht selten über 50 Bögen. Aus diesem Grund hatten wir uns entschlossen, eine begrenzte Stückzahl unseres ersten Bausatzes als gebundene Auflage auf den Markt zu bringen.
Das Bild zeigt die Sonderedition der ersten Baugruppe der Zeche ''Schwarzberg''.
Diese gebundener Ausführung ist nicht mehr lieferbar.
Willkommen bei
AK-Modell - Kartonmodelle für die Modelleisenbahn Spur N (1:160)
Hinweis zum Bau von Kartonmodellen:
Erfahrene Kartonmodellbauer wissen es, eine unschöne aber kaum zu vermeidende Tatsache ist, dass beim Bau von Kartonmodellen Teile der weißen Schnittkanten immer irgendwie sichtbar sind. Nicht alle diese Kanten lassen sich schon bei der Konstruktion "verstecken". Deshalb ist es wichtig, dass man diese Kanten vor dem Zusammenbau der Teile entsprechend farblich behandelt. Gleiches gilt für Knickkanten, bei denen durch das Knicken manchmal die Papieroberfläche verletzt wurde und weiße Stellen sichtbar geworden sind.
Diese Tatsachen oder vielmehr deren Nichtbeachtung sind sicher auch Gründe, warum Kartonmodelle manchmal etwas einfach wirken. Aber wie überall im Modellbau wirkt ein wenig Farbe an den richtigen Stellen schon Wunder. Zum Einfärben dieser Stellen eignen sich besonders gut sogenannte malfertige Deckfarben oder noch besser Acrylfarben. Einer unserer Kunden gab uns den Hinweis, dass sich Aquarellstifte ebenfalls sehr gut für das Einfärben der Schnittkanten eignen. Die Farbenvielfalt und die Tatsache, dass diese Stifte auch nass vermalt weden können, macht es beim Suchen nach dem richtigen Farbton besonders leicht. Die geringe Feuchtigkeit dieser Farben sorgt für ein schnelles Trocknen, ohne das Papier zu verwerfen. Zum besseren Vergleich des Farbtones, legen wir einigen unserer Bausätze ein Farbblatt bei. Auf diesem sind sämtliche Farben, die im jeweiligen Bausatz verwendet werden, als Farbflächen vorhanden. Mit kleinen Strichproben kann man so den optimalen Farbton anmischen und vergleichen. Diesen kleinen Mehraufwand beim Bau eines Kartonmodells sollte man sich leisten. Das fertige Modell wird um vieles besser wirken.
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