Linker Anlagenteil Rechter Anlagenteil
Linker Anlagenteil Rechter Anlagenteil
Die hier zusammengestellten Bilder zeigen meine alte Spur N - Anlage. Ich habe diese Anlage leider vor ein paar Jahren aus Platzgründen verkaufen müssen.
Sie war allerdings ohnehin nur als Testanlage gedacht. Es ging mir darum, heraus zu finden, welches Gleissystem für meine Belange am besten geeignet ist, welche Gestaltungsmöglichkeit für die Felsenstruktur am optimalsten ist und ob Gebäudemodelle aus Karton den Gesamteindruck einer Anlage positiv oder negativ beeinflussen.
Lokschuppen (Bild 1) Lokschuppen (Bild 2)
Lokschuppen (Bild 1) Lokschuppen (Bild 2)
Stadtkirche Stadtbrunnen
Stadtkirche Stadtbrunnen
Die eigenartige Gleiswendel im rechten Anlagenteil entstand nur, um die günstigste Steigung zu testen. Der untere Bogen hat 2% Steigung, der obere Bogen 5%. Trotz des kleinen Kurvenradius von 249mm (KATO - Brücke) im oberen Teil der Wendel, war die Steigung bei normaler Zuglänge problemlos zu schaffen. Ich muß allerdings dazu sagen, dass bei mir fast alle Wagen ohne die eingebauten Blech- bzw. Bleigewichte unterwegs sind. Einzelheiten könnt ihr in meinem Tip am Ende dieser Seite nachlesen.
Meine Erfahrung war aber dennoch, dass der Geschwindigkeitsverlust optisch nachteilig wirkt. Man sollte deshalb wenn möglich auf diese starke Steigung verzichten oder sie nur in nicht sichtbaren Bereichen (z.B. nicht sichtbare Gleiswendel  o. ä.) verwenden.
Die 2%ige Steigung im unteren Teil ist für den sichtbaren Bereich optimal. Es kommt zu fast keinem Geschwindigkeitsverlust in der ansteigenden Fahrtrichtung und die Züge beginnen auch nicht zu rasen, wenn es abwärts geht.
Was nun die Wirkung von Kartonmodellen auf Modellbahnanlagen betrifft, habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass sie in jedem Fall positiv auf den Gesamteindruck wirken können. Voraussetzung ist allerdings, dass man beim Bau der Gebäudemodelle sehr sorgfälltig arbeitet. Übrigens hat der junge Mann, der mir die Anlage abgekauft hat, sehr verblüfft auf die Tatsache reagiert, dass fast alle Gebäude aus Papier sind.
Einen Hinweis noch: Macht nicht den gleichen Fehler wie ich. Wenn man einen Lokschuppen mit geöffneten Toren baut, sollte man nicht die Gestaltung der Innenwände vergessen !
Willkommen bei
Modellbahn (Spur N)
Zum Thema "Steigung" habe ich erwähnt, dass bei mir ca. 95% aller Wagen ohne die eingebauten Gewichte fahren. Einige werden jetzt vielleicht sagen, dass sich damit die Laufeigenschaften der Wagen verschlechtern. Weit gefehlt. Die Laufeigenschaften der Wagen (wie auch der Loks) hängen zu 99% vom Gleismaterial und dessen Verlegung ab. Bei schlecht verlegten Gleisen wird also ein schwerer Wagen genauso schlecht rollen wie ein leichter. Zum zweiten verändert sich bei langen Zügen nicht die Kraft, die bei Kurvenfahrten auf die ersten Wagen hinter der Lok wirken. Es ist egal, ob der erste Wagen nach der Lok ein schwerer Wagen ist und auf ihn die Zugkraft von z.B. 20 schweren Wagen wirkt oder es ein leichter Wagen ist, auf dem die Zugkraft von 20 leichte Wagen wirkt. Der Wagen wird so oder so nicht entgleisen bzw. in Kurven umkippen. Der gewaltige Unterschied entsteht für die Lok.

Ein Schnellzug mit 10 leichten Wagen überwindet ohne Probleme eine 3 - 5%ige Steigung. Der größte Vorteil dieses Umbaus ist, das der Verschleiß der Antriebsteile der Lok erheblich reduziert wird. Das heißt, das Motor und Getriebe der Fahrzeuge länger leben. Gerade heutzutage werden  immermehr Getriebeteile aus Kunststoff gefertigt. Die Frage der Abnutzung oder gar des Bruchs einiger Zahnräder kann da manchmal über die Betriebsfähigkeit einer Lok entscheiden. Nicht immer kann man durch eine Reparatur oder den Austausch gegen Messingzahnräder das Schlimmste vermeiden.

Um diese Vorteile zu nutzen, habe ich (wo es möglich war) die Blech- und sonstigen Gewichte aus den Wagen entfernt. Gleichzeitig habe ich die Federn für die Kupplungsausrichtung ausgebaut. Sie waren für die meisten "erleichterten" Wagen zu stark. Bei Kurvenfahrten wurde einige Wagen aus den Gleisen gedrückt. Dies ist aus meiner Sicht aber der einzige Nachteil dieses Umbaus. Man muss beim Kuppeln das eine oder andere Mal die Kupplung vorher gerade ausrichten und Rangieren ist mit dieser Veränderung der Wagen etwas schwierig. Hier sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob dieser Nachteil für ihn entscheidend ist oder nicht.
Aus meiner Erfahrung kann ich jedem nur empfehlen, es zumindestens einmal zu testen. Ihr werdet erstaunt sein, was eure kleinen "Kraftprotze" so drauf haben. Es ist auf diese Weise wirklich kein Problem, mit fast realistischen Zuglängen zu fahren. Und wer das nicht möchte oder kann, wird auf jeden Fall seinen Loks die Arbeit erheblich erleichtern.
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