Unser Bausatz ermöglicht den Bau eines Sägewerkmodells im Maßstab 1:160 (Spur N). Das Modell ist den typischen Sägewerksbetrieben nachempfunden, die in den 1950er und 60er Jahren entstanden sind und so oder ähnlich heute noch vielerorts zu finden sind. Der Bausatz ermöglicht in der Sägerei den Einbau einer Beleuchtung mit verdeckter Verdrahtung. Dazu sind beim Zusammenbau der Deckenelemente entsprechende Kanäle für die Leitungsführung vorgesehen. Die im Bild 1 verwendeten 2,5cm LED - Streifen sind eine Möglichkeit der Beleuchtung. Wir haben weiße LED's (nicht warmweiße) gewählt, da dieses Licht am besten der häufig verwendeten Industriebeleuchtung ähnelt. Hinweise und Anregungen zum Einbau der Beleuchtung sind in der bebilderten Bauanleitung enthalten.
An dieser Stelle der Hinweis, es sollten LED's für die Beleuchtung verwendet werden. Zum einen ist die Betriebsdauer von LED's erheblich länger, als die von Miniaturglühlampen und dann sollte man bedenken, dass es sich hierbei immernoch um ein Kartonmodell handelt. Die abgegebene Hitze einer Miniaturglühlampe sollte also nicht außer Acht gelassen werden.

Der Bausatz ist in drei Baugruppen aufgeteilt. Neben der Sägerei mit angeschlossener Verwaltung, einer Abluftanlage und einem Spänebunker, ist die Sägerei mit einem umfangreichen Maschinenpark ausgestattet. Die großen Fenster und eine entsprechende Beleuchtung sorgen bei diesem Modell für ganz neue Einblicke in den Betrieb eines Sägewerkes.
Bei der Planung des Maschinenparks wurde Wert darauf gelegt, daß man bei diesem Modell auch einen realistischen Betrieb eines Sägewerkes nachbilden kann. Auf den Maschinenpark werde ich später noch genauer eingehen.

Zum Aufbau:
Optional kann das Sägewerk in zwei Aufbauvarianten zusammengestellt werden. Die Bilder 2 und 3 zeigen, daß je nach Platzangebot ein eher länglicher oder ein kompakter Aufbau gewählt werden kann. Die zusätzlichen Teile für die kompakte Bauform sind im Bausatz enthalten.

Zum Inhalt des Bausatzes:
Im Bausatz enthalten sind neben den einzelnen Kartonbögen für den Bau des Modells, auch die benötigte Graupappe, Aluminiumdraht zum Nachbau der Abluftrohre, einige kleine Holzstifte, Folienbögen für die Fenster, Treppen und Leitern und eine bebilderte Bauanleitung. Unter den Bögen befinden sich zum Beispiel auch selbstklebende, farbige und solche mit unterschiedlicher Stärke. Dies sind die Resultate unserer Versuche beim Probebau des Modells. Wenn der Zusammenbau nicht sauber und relativ einfach von der Hand geht, dann suchen wir nach Lösungen. Oft sind diese etwas ungewöhnlich aber letztlich entscheidet das Ergebnis. Was die Teile für die Beleuchtung betrifft haben wir uns entschlossen, die benötigten Teile nicht zum Lieferumfang zu machen. Da es auf dem Markt die unterschiedlichsten Angebote für Gebäudebeleuchtungen gibt und bei der Auswahl die entsprechenden Vorlieben des Einzelnen eine Rolle spielen oder auch die benutzte Betriebsspannung (unser Vorschlag wird z.B. mit 12V Gleichstrom betrieben), haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. 

Zur Größe des Modells:
Da das Modell in unterschiedler Anordung aufgebaut werden kann, beträgt die benötigte Grundfläche etwa 50cm x 25cm bzw. beim etwas kompakteren Aufbau der Außenanlagen nur 33cm x 27cm.
Festzuhalten wäre noch, daß die auf den Fotos zu sehenden Fahrzeuge, Wagen, Rundhölzer und Gleise lediglich der Dekoration dienen und kein Bestandteil des Bausatzes sind.

Zur Konstruktion:
Der Aufbau der Gebäude erfolgt nach unserem bewährten Grungkörper-Fassaden-Prinzip. Wie schon an anderer Stelle genauer beschrieben, garantiert dieses Prinzip ein perfektes Aussehen der fertigen Modelle. Die Geländer, Treppen und die Steigleiter sind aus beduckter Folie entstanden. Wenn man einmal davon absieht, daß bei ungünstigem Licht die etwas glänzende Folie zu erkennen ist, ist bei diesen Bauteilen nur der sehr filigrane Druck zu sehen. Bei der Treppe trifft das auch für die Gitterroststufen zu. Ein, wie wir finden, sehr fein wirkender und sehr robuster Kompromiss.
Ein weiteres Problem bei Kartonmodellen im allgemeinen, sind die Fenster. Lasercut ist heutzutage ein möglicher Weg, um Fenster oder genauer gesagt Fensterrahmen vorbildgerechter darzustellen. Wir haben diesmal einen etwas unkonventionellen Weg beschritten. Fenster sind Teile der Wände und diese bestehen bei unseren Modellen aus mehreren Schichten. Also warum nicht auch die Fenster aus mehreren Schichten aufbauen? Wir haben es versucht und das Resultat haben wir in diesem Bausatz verwendet. Wir haben die Fensterahmen auf selbstklebendes Papier gedruckt. Auf der Fensterfolie befinden sich lediglich schwarze Fensterahmen, um das Durchleuchten zu verhindern. Das selbstklebende Papier lässt sich sehr leicht schneiden, so daß das Ausschneiden der Fenster (nur die eigentlich verglasten Teile) kein Problem darstellt. Und das Aufkleben auf die Fensterfolie ist mit selbstklebendem Papier eine einfache Sache. Die Fenster der Verwaltung sind nach diesem Prinzip aufgebaut.
Bei den meisten Modellen werden die Papierteile der Fensterdeko mit den Gardinen- und Vorhang-Attrappen direkt hinter die Fenster geklebt. "Nicht so gut!", dachten wir und haben hinter unsere Fensterscheiben (-folien) ein zusätzliches Teil eingebaut, so dass unsere Gardinen jetzt (wie in der Realität) ein kleines Stück hinter dem Fenster "hängen". Ein Effekt, der beim Betrachten erstaunlich viel ausmacht.
Um die Verwaltung zu beleuchten kann man die normale, einfache Variante mit einer Lichtquelle wählen oder die Möglichkeit der Beleuchtung einzelner Fenster nutzen. Entsprechende handelsübliche Bausätze zur Nachrüstung passen auch in unser Modell.
Zum Maschinenpark:
Zunächst zu den Maschinen im inneren der Sägerei.
Wir sind der Meinung, daß man ein Sägewerk nicht nur daran erkennen sollte, daß vor den Gebäuden ohne Fenster ein Haufen Bretter und Stämme lagern und das dann vielleicht noch ein Silo für die Späne auf dem Gelände steht. So sieht unserer Meinung nach kein Sägewerk aus. Also haben wir uns kundig gemacht, wie so ein Sägewerk nicht nur aussieht, sondern auch wie es funktioniert. Nur so war es möglich, ein Modell zu schaffen, bei dem tatsächlich der Weg vom angelieferten Baumstamm zum Brett nachvollzogen werden kann. Das linke Bild zeigt den Innenenraum der Sägerei mit abgenommenen Dach. Man sollte sich nebenbei bemerkt den Spaß gönnen und die Möglichkeit des abnehmbaren Daches beim Modell beibehalten. Entsprechend ausgestattet und "bevölkert" ist ein Blick von oben einmal was ganz anderes.

Der Weg des Holzes:
Links unten kommen die entrindeten Stämme in die Sägerei (1) und werden dem Sägegatter zugeführt (2). Danach werden die Stämme (jetzt schon Bretter) vereinzelt (3) und der Kappsäge (4) zugeführt, die die Ränder der Bretter begradigt. Am Ausgang der Kappsäge werden die Randstreifen vom Band geworfen (5) und einem Schredder mit Gebläse (6) zugeführt, der dann die Späne über eine  Rohrleitung (7) nach draußen in einen offenen Bunker blässt (Bild 5). Die Bretter nehmen ihren Weg zum Stapelautomaten (8), werden dort zu Paketen gestapelt und über das Transportband (9) zum Abtransport mittels Gabelstapler bereitgestellt. Nun zur rechten Seite. Eigentlich das gleiche nocheinmal, nur für größere Stämme.
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Baumstämme können nur bis zu einem gewissen Durchmesser mit Gattersägen bearbeitet werden. Für größere Stamm- durchmesser gibt es zum Beispiel die rechts dargestellte Horizontal - Bandsäge (10). Bei dieser Säge liegen die Stämme auf eienem Gestell (11), daß den Stamm in 90° - Schritten dreht. Die auf Schienen fahrende Bandsäge sägt dann bei jedem Überfahren des Stammes ein Brett ab. Gesteuert wird das ganze über einen Leitstand (15), der im Bild 4 noch einmal besser zu sehen ist. Die gesägten Bretter werden beim Zurückfahren der Bandsäge vom Stamm geschoben und der Kappsäge (12) zum Begradigen der Ränder zugeführt. Die Randteile werden nach der Kappsäge allerdings in seitlichen Boxen (13) gesammelt und anderweitig weiterverarbeitet. Über das Band (14) werden die fertigen Bretter zum Abtransport bereit gestellt. Über das Förderband (16) werden die beim Sägen anfallenden Späne in einem Behälter aufgefangen. Diese Behälter, übrigens auch für die Entrindung geeignet, sind als "Bonus" bezeichnet, im Bausatz enthalten. Sie sind für den Transport mit Gabelstaplern gedacht.
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Zum Außenbereich:
Die Baumstämme werden angeliefert (17) und nach dem Vereinzeln (18) auf das Transportband gebracht. Die Stämme werden dann mit der großen Kreissäge (19) gekürzt, entrindet (20) und über das Querband (27) der Sägerei zugeführt. Das Querband (27) wird nur benötigt, wenn man, wie im Bild zu sehen, den kompakteren Aufbau des Sägewerkes wählt. Ansonsten entfällt dieses Teil, da das gesamte Teil (17 - 20) für die längere Aufbauvariante direkt an die Sägerei angeschlossen wird. Im hinteren Teil des Bildes sind die Abluftanlage (21), der Silo (22) für die abgesaugten Späne und der Spänebunker (23) zu sehen.
Vorn rechts erkennt man noch die Zuführung zur Bandsäge (24) und die Box (25) für die geschredderten Randteile. Am oberen Ende der Sägerei ist noch das Dach der Verwaltung (26) zu sehen.
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Saegewerk HOLZNER
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